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Unter Wert geschlagen

UP_8L8A4466_web Hätte seinen Silver-MVP gerne gegen Punkte getauscht: GCDW-Libero Ferdinand Tille ist enttäuscht vom Ergebnis in Lüneburg

Das Volleyballjahr endet für die WWK Volleys Herrsching mit einer Niederlage: Am Samstag unterliegt das Team von Trainer Max Hauser bei der SVG Lüneburg mit 0:3 (21:25, 23:25, 23:25) - das Match ist hart umkämpft, der GCDW hätte mehr verdient gehabt.

Wieder einmal heißt es für den GeilstenClubderWelt ohne Punkte die Heimreise anzutreten. In der Ferne mag derzeit einfach nichts gelingen, so scheint es. Doch der Blick auf den Spielverlauf verrät: Die Jungs in den Lederhosen können gegen ein Topteam wie Pokalfinalist Lüneburg mithalten, dabei mehr als nur Nadelstiche setzen. Einzig der Lohn der Mühen fehlt noch - sicher ein guter Vorsatz für das neue Volleyball-Jahr.

In der mit 800 Zuschauern erneut prall gefüllten Gellersenhalle gerät der GCDW zunächst ins Hintertreffen, fängt sich aber schnell und kann am Tabellendritten dranbleiben. Erst als SVG-Topscorer und MVP Cody Kessel und Michel Schlien an die Aufschlaglinie treten, wackelt die Annahme ein wenig. Diese kurze Schwächephase genügt, um nach dem 15:14 mit 18:24 ins Hintertreffen zu geraten. Einige Satzbälle können abgewehrt werden, bis Matthias Pompe den Sack zumacht.

Das 21:25 zeigt den WWK Volleys, dass sie dran sind - nun wird der Aufschlagdruck hochgefahren, das Risiko erhöht. Es steht 15:20, doch der GCDW gibt nicht auf. Nun sind es die Herrschinger, die in Person von Kapitän Lukas Bauer Verwirrung durch gute Aufschläge stiften. Der Kapitän besorgt später das 21:21 selbst, dann wird der starke Griffin Shields (12 Punkte) geblockt, SVG-Punktegarant Kessel liefert zuverlässig und der folgende lange Ballwechsel geht ebenfalls an die Hausherren. Zwar meinen die Herrschinger, ihr Block sei erfolgreich gewesen, doch es bleibt beim 21:24 - wieder Satzbälle gegen den GCDW. Leon Dervisaj legt noch ein Ass hin (23:24), aber Cody Kessel ist wieder zur Stelle. Mit 0:2 geht es in die Halbzeitpause.

Aber der GeilsteClubderWelt gibt nicht klein bei, legt noch einmal nach, intensiviert die Anstrengungen. Der lange Ballwechsel zum 5:8 geht zwar an Lüneburg, doch Libero Ferdinand Tille ist nun in seinem Element: auf sich ist er sauer, weil seine Abwehr ins Aus geht. Seine Mitspieler motiviert er noch während des Gangs zur technischen Auszeit, keinen Ball verloren zu geben. Die Ansprache wirkt, die WWK Volleys erkämpfen sich einen kleinen Lauf, gehen nun selbst in Führung. Auch deswegen ist Tilles Auszeichnung als Silber-MVP verdient. Alpár Szabó blockt zum 14:11, weiter kommt der GCDW jedoch nicht weg. Der ungarische Mittelblocker ärgert sich in der Schlussphase, dass er beim 22:22 gegen Michel Schlien zu spät kommt. Tim Peter, der zuvor für die Führung (22:21) gesorgt hatte, schlägt in den Block. Es steht 22:23, Max Hauser mahnt von außen zur Ruhe, die hat Griffin Shields weg und gleicht aus. Den nächsten Angriff wehrt Zuspieler Johannes Tille ab, oder doch nicht? Das Schiedsrichter-Gespann sieht den Ball am Boden, der GCDW natürlich nicht. Trotz aller Diskussionen bleibt es dabei: 23:24 - Matchball Lüneburg. Gleich der erste sitzt, weil Herrschings Block gegen Matthias Pompe knapp daneben geht. Aus und vorbei.

Was bleibt nun von diesem Abend in Lüneburg? Zumindest die Erkenntnis, dass in jedem Spiel etwas drin ist für den GeilstenClubderWelt. Aber auch, dass die Konkurrenz nicht schläft. Bühl rückte durch ein 3:1 gegen Giesen bis auf zwei Zähler an die WWK Volleys heran. Aus dieser Konstellation wird deutlich, wie wichtig die beiden kommenden Spiele gegen Rottenburg (12.1.) und eben Bühl (19.1.) werden. Dann heißt es punkten - mit dem Vorteil, zu Hause spielen zu können.

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