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Gute Zahlen, schlechtes Ergebnis

michael_behns_svh-herrsching320-5_web Dorde Ilic zeigte mit 14 Punkten und vier Blocks eine starke Leistung in der Gellersenhalle. Foto (c): Michael Behns

Spannung pur im ersten Spiel des Playoff-Viertelfinals: Am Mittwoch unterliegen die WWK Volleys bei der SVG Lüneburg im Tiebreak mit 2:3 (21:25, 25:21, 21:25, 25:17, 14:16), obwohl sie in der Statistik vorne liegen.

Herrschings Head Coach sollte Recht behalten: Bereits vor der Reise in den hohen Norden hatte Max Hauser das Aufeinandertreffen des Fünften mit dem Vierten als das "spannendste Viertelfinale" bezeichnet, weil sich zwei ebenbürtige Mannschaften duellieren. Tatsächlich lag der GeilsteClubderWelt am Mittwoch in der Gellersenhalle sogar in fast allen Statistiken vorne (Blocks 16:8, Aufschlagpunkte 13:9, Annahmequote 46%:37%, Angriffsquote 48%:46%, einzig bei den Angriffen aus guter Annahme waren die Hausherren mit 56%:51% besser), viel vorzuwerfen hatten sie sich also nicht - auf der Anzeigetafel hieß es jedoch 2:3 nach Sätzen und damit 0:1 in der Serie.

Nach Durchgang eins, in dem Last-Minute-Neuzugang Moritz Eckardt (vom VCO Berlin) sein Kurz-Debüt im Lederhosen-Trikot feierte, stellte Coach Max Hauser um - Tim Peter kam für David Wieczorek - und trieb sein Team weiter an. Nach dem 5:2 zum Auftakt durch zwei erfolgreichen Blocks stand Herrschings Coach fast schon im Feld, um für weitere gute Aktionen zu sorgen. Die WWK Volleys enttäuschten ihn nicht. Vor allem Jalen Penrose war in der Schlussphase Punktegarant. Zwei Asse und ein Service-Winner sorgten für die 20:16-Führung, die für den Satzausgleich reichte. Wieder in die andere Richtung ging es im dritten Satz. 21:20 hieß es sogar für Herrsching, als der SVG-Block dreimal zupackte und der Durchgang mit 21:25 verloren ging. Für Umlauf vier tauschte Max Hauser auf der Diagonalposition: Für Jalen Penrose (gesamt 19 Punkte) kam Jonas Kaminski, auf den wie immer Verlass war. Sein 18:13 war ein wichtiger Meilenstein. Der Rückraumkracher von Topscorer "Air Canada" Jori Mantha (22 Zähler und Silber-MVP) zum 20:14 ließ keine Zweifel mehr aufkommen. Obwohl der Satzball sehenswert war: Tim Peter verwandelte zum 25:17, nachdem Libero Ferdinand Tille bei einer spektakulären Rettungsaktion beinahe aus dem Fernsehbild geflogen wäre. 

Auch im Tiebreak schien sich die Dominanz der Gäste fortzusetzen. Jonas Kaminski erzielt das 5:3, indem er geschickt den Block anschlägt, wenig später sorgen Dorde Ilic über die Mitte und Johannes Tille mit einem Service-Winner für das 11:9. Doch es reicht nicht. Eine kleine Aufschlagserie von Lüneburgs Hannes Gerken bringt den Ausgleich, nun geht es hin und her. Jori Mantha kann zweimal ausgleichen (13:13, 14:14), ehe SVG-Mittelblocker Michel Schlien punktet und der GCDW-Block beim nächsten Ballwechsel nicht voll zupacken kann - das Spiel ist aus! Auf der einen Seite die SVG-Jubeltraube. Auf der anderen Feldseite betretene Minen im weiß-blauen Jersey, die nach 127 intensiven Spielminuten einer großen Chance nachtrauern. Anders als in der Punkterunde kann man sich für ein 2:3 nichts kaufen. Es hilft also nichts: Bereits am Samstag (19 Uhr) geht es in der Nikolaushalle weiter, ein mögliches Entscheidungsspiel folgt dann am Sonntag (15 Uhr) ebenfalls in Herrsching. 

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