Einen großen Schritt in Richtung Playoffs haben die WWK Volleys Herrsching gemacht. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung siegten die Ammerseer bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen mit 3:1 (21:25, 25:22, 25:18, 25:17). Der Vorsprung auf den ersten Nicht-Play off-Platz beträgt zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde nun vier Zähler.

„Jeder hat heute einen super Job gemacht", zeigte sich Cheftrainer Bob Ranner sehr zufrieden. Auch wenn es zu Beginn des Spiels nicht unbedingt nach einem klaren Erfolg für die Lederhosen-Träger aussah.

Ranner schickte folgende Starformation ins Rennen: Tobias Hosch (Zuspiel), Niklas Uhl (Diagonalangriff), Bastian Korreck, Gustavo Oscar Bryan Avila (Mittelblock), Keisuke Matsuo (Libero) sowie Jannes Wieser und Denis Kaliberda (Annahme/Außen). Für die beiden Ex-Netzhoppers Wiesner und Kaliberda war aber früher Feierabend als gedacht. Für den glücklosen Jannes Wiesner (Angriffsquote 27%) kam Mitte des zweiten Satzes Laurenz Welsch. Bereits Ende des ersten Durchgangs humpelte Denis Kaliberda mit Wadenproblemen vom Feld. Er wurde durch Jannik Sambale ersetzt. Beide Youngsters fügten sich nahtlos ein und brauchten keine Anlaufzeit.

Den besseren Start ins Spiel erwischten die Hausherren. „Die Basics haben noch nicht gut funktioniert", meinte Ranner. Bei vier der ersten sieben Angriffe blieben die Herrschinger Angreifer direkt mal im Netzhoppers-Block hängen. So rannte man frühzeitig einem Rückstand hinterher. Die Netzhoppers brachten den Vorsprung abgeklärt über die Runden (21:25). 

Auch im zweiten Umlauf waren die Gastgeber von 700 Zuschauern zunächst das bessere Team, führten erneut komfortabel (5:10, 10:14, 14:18). Doch die Lederhosen-Crew kämpfte sich diesmal heran, ging beim Stande von 23:22 das allererste Mal in Führung und ließ sich diese nicht mehr nehmen. Eigengewächs Welsch verwandelte den Satzball zum 25:22. 

Nach der Zehn-Minuten-Pause waren die Herrschinger dann klar Herr im fremden Haus. „Wir waren sehr konsequent im Angriff", lobte Ranner seine Angreifer. Eine starke Aufschlagserie von Laurenz Welsch brachte die ersten Breaks (6:2), Für die zweite Breaks-Serie zeichnete Jannik Sambale verantwortlich (20:13). Bei Herrsching klappte praktisch alles, während die Netzhoppers deutlich nachließen. Den Satzgewinn zurrte schließlich Sambale mit einem fulminanten Schmetterball fest (25:18). 

Ähnlich deutlich lief auch der vierte Satz. Herrsching hielt den Druck hoch und spielte sich in einen wahren Rausch. „Die Jungs sind auf dem Gaspedal geblieben, haben mutig an ihre Qualität geglaubt", freute sich Ranner. Nach 96 Minuten war es ein Aufschlagfehler von Netzhoppers-Zuspieler Hannes Gerken, der den 14. Saisonsieg der WWK Volleys besiegelte.