GCDW dreht episches Pokal-Derby

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Das erste Aufeinandertreffen der beiden Nachbarn in einem Punktspiel schickt 1.250 Zuschauer in der Hachinger Bayernwerk Arena auf eine wahre Achterbahnfahrt. Der GeilsteClubderWelt gewinnt am Mittwoch mit 3:2 (24:26, 15:25, 25:18, 28:26, 15:11) gegen die Hypo Tirol Alpen Volleys und dreht im Pokal-Achtelfinale einen 0:2-Satzrückstand.

Die Dramaturgie hätte aus Herrschinger Sicht an diesem Pokalabend nicht spannender sein können. Vor einer großen Kulisse mit namhafter Münchner Volleyball-Prominenz - unter anderem die Ex-Herrschinger Tobi Neumann, Sebastian Prüsener und Julius Höfer, der gleich sein neues Team aus Grafing mitbrachte - hatte sich auch ein stimmgewaltiger Block vom Ammersee eingefunden. Die rund 70 mitgereisten Fans sorgten von Beginn an für Pokalatmosphäre und bescherten dem GCDW einen guten Start in das Match. 10:6 führten die Gäste, Tom Strohbach (22 Punkte) sorgte für das 11:7, aber die Hachinger nahmen den Kampf an. Eine deutliche Steigerung der Gastgeber im Block und im Aufschlag egalisierte die Herrschinger Führung. Bis in die Schlussphase hinein blieb es knapp, die Führung wechselte ständig. Als Hachings Stefan Chrtiansky seinen Aufschlag ins Aus setzte, hieß es Satzball GCDW. Doch das 24:23 reichte nicht. Herrschings Block geht ins Aus (24:24), Tom Strohbach setzt einen Angriff knapp neben das Feld (24:25) und die Volleys feiern mit einem Aufschlagnetzroller durch Bartosz Pietruczuk den Satzgewinn.

Von diesem Erlebnis erholt sich der GeilsteClubderWelt nicht so schnell. Durchgang zwei geht mit 15:25 mehr als deutlich in die Binsen, weil die Abstimmung nun nicht mehr passt. In gleichem Maße legen die Hachinger zu, machen selbst aus schlechten Situationen den Punkt.

Doch wer geglaubt hatte, dass sich die Herrschinger einfach so ergeben würden, musste sich eines Besseren belehren lassen. Das Feuer brannte wieder - und es wurde das ersehnte, packende Derby um den Einzug ins Viertelfinale. Beim Stand von 7:7 gab es heftige Diskussionen zwischen nahezu allen Spielern und dann noch mit den Schiedsrichtern. Letztlich setzte sich der Assistent durch, der Punkt zum 8:7 ging an Herrsching. Nur ein Punkt zwar, aber Herrsching kämpfte nun um jeden Zähler und hatte die Taktik geändert. Statt die Punkte mit Gewalt zu erzwingen, schlugen die Angreifer nun vermehrt den Block an. Weniger spektakulär zwar, aber effektiv. Der folgende Zwischenspurt wurde getragen durch zwei starke Aufschlagserien von Andre Brown und Christoph Marks, schon lag der GCDW mit 16:9 in Front. Diesen Vorsprung gaben die Herrschinger nicht mehr her. Die Schlusspunkte besorgte Christoph Marks, mit 24 Punkten Topscorer der Jungs in Lederhosen, mit einem Angriff und einem Ass.

Diesen Schwung nahmen die Gäste mit in Satz vier, hatten nun aber mehr Gegenwehr zu überstehen. Mit knappem Vorsprung geht der GCDW in die Schlussphase - es wird nun richtig packend: Mittelblocker Brown stellt auf 20:19, Haching gleicht aus und geht selbst in Front. Ein Herrschinger Abwehrversuch landet unglücklich an der Antenne (21:22), Tom Strohbach scheitert am Dreierblock der Hachinger (21:23). Es wird ganz, ganz eng. Als der eingewechselte Nicolai Grabmüller seinen Aufschlag knapp ins Aus setzt heißt es: 22:24 - Matchbälle Alpen Volleys. Nun kommt die Zeit von Tim Peter. Den ersten Matchball wehrt er durch einen Angriff ab, in den er alles reinlegt. Den zweiten Matchball kontert der 20-Jährige frech mit einem Ass. Nun hat der GCDW das Momentum auf seiner Seite, lässt aber zunächst zwei Satzbälle liegen. Ein Aufschlagfehler bringt das 27:26 und Regisseur Michal Sládecek serviert den Service-Winner zum 28:26 - Satzausgleich!

Im Tiebreak ist Herrsching obenauf, hat aber noch eine Schrecksekunde zu überstehen: Bei einem Abwehrversuch bleibt Mittelblocker Wilhelm Nilsson liegen, kann aber nach kurzer Behandlungspause weitermachen. Es folgt der entscheidende Zwischenspurt: Nilssons Kollege Brown ist im Block erfolgreich (12:9), Zuspieler Michal Sládecek (später GCDW-MVP) besorgt mit einem krachenden Ass das 13:9, einen Aufschlagfehler der Volleys nimmt Andre Brown zum Anlass, den Sack zuzumachen. Das 15:11 nach 129 packenden Pokalminuten lässt die Herrschinger befreit jubeln - schließlich war neben dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale die Bestätigung geschafft, dass auch die Topteams der Liga zu bezwingen sind.

Das war sie also die Schippe, die Coach Max Hauser mit seinen Jungs drauflegen wollte nach der Partie in Frankfurt, die etwas unglücklich ohne Zählbares endete. So kann es natürlich gerne weitergehen aus GCDW-Sicht. Am Samstag kommt es bereits zum Liga-Duell mit den Alpen Volleys in Herrsching - und im Pokal geht es zum deutschen Meister nach Berlin.

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