Von Dirk Schiffner auf Sonntag, 01. Februar 2026
Kategorie: News: 1. Volleyball Bundesliga

Magischer GCDW-Arena Abend

Es war wieder eines dieser magischen GCDW-Arena-Abende. Knapp, aber nicht unverdient mit 3:2 (23:25, 25:17, 18:25, 25:18, 15:8) siegten die WWK Volleys Herrsching im Süd-Nord-Duell gegen den SV Warnemünde. Da die Konkurrenz am Wochenende besser punktete, rutschten die Lederhosen-Träger zunächst aus den Play off-Rängen.

Folgende Formation schickte Cheftrainer Thomas Ranner ins Rennen: Tobias Hosch (Zuspiel0, Simon Gallas (Diagonalangriff), Jannes Wiesner, Jannik Sambale (Annahme/Außen), Keisuke Matsuo (Libero) Gustavo Oscar Bryan Avila, Bastian Korreck (Mittelblock). Vor allem die beiden Letztgenannten drehten während der 108 Minuten Spieldauer so richtig auf.

Es war ein echtes Auf und Ab der Gefühle für die 800 Zuschauer in der picke-packe-vollen GCDW Arena. Auch Gold-MVP Bastian Korreck sprach von einer „emotionalen Achterbahnfahrt."

Die Gäste von der Ostsee machten gleich mal klar, dass man nicht als Punktelieferant an den Ammersee gekommen war. Schließlich benötigen auch sie noch Punkte im Abstiegskampf. Die Hausherren verschliefen den Beginn des ersten Durchgangs vollends, kämpften sich aber wieder zurück. „Die Mannschaft hat sich nie aufgegeben", sagte Ranner. Doch in der Crunchtime leistete man sich ein, zwei falsche Entscheidungen zu viel (23:25). 

Doch der Frust wurde schnell in Motivation umgewandelt. Wie aufgedreht spielten die Herrschinger in der Folge. Es funktionierte nahezu alles. Mit drei Assen in Folge brachte Gustavo Oscar Bryan Avila sein Team frühzeitig in Führung (5:1). Sein Mittelblock-Kollege Bastian Korreck wollte sich da nicht lumpen lassen und knallte den Norddeutschen ebenfalls drei Servicewinner am Stück um die Ohren (13:5). Am Ende leuchtete ein deutliches 25:17 auf der Anzeigetafel. 

Nach der Zehn-Minuten-Pause drehten die Mecklenburger den Spieß wieder um. Ein Aufschlagfehler, drei Angriffsfehler - und es hieß 1:6. Diesem Rückstand liefen die Herrschinger den Rest des Satzes hinterher. Den Satzgewinn (18:25) feierten die Gäste fast schon wie einen Sieg. Vermutlich war der Punkt nicht unbedingt eingeplant im Abstiegskampf. Doch wieder konnten die Herrschinger den Frust eindrucksvoll aus den Kleidern schütteln. „Wir sind immer im Spiel geblieben", meinte Bastian Korreck. Schnell konnte man die Führung übernehmen. Wieder klappte sehr vieles sehr gut - egal ob im Aufschlag, im Angriff oder im Block. Der kurz zuvor für den angeschlagenen Jannes Wiesner ins Spiel gekommene Laurenz Welsch zurrte den Satzgewinn fest (25:18). 

Im Tiebreak schließlich gaben die Hausherren von Beginn an den Ton an. Die 800 frenetischen Fans in der rappelvollen GCDW taten ihr übriges und peitschten die Lederhosen-Crew zum Extrapunkt (15:8).

Viel Zeit zum Durchschnaufen haben die WWK Volleys Herrsching nicht. Nach einem trainingsfreien Sonntag geht es heute in den Nordosten der Republik. Am Dienstag, 19.30 Uhr, spielen die Ammerseer bei den cerebricks VOLLEY GOATS Mitteldeutschland. Am Mittwoch, 18 Uhr, muss die Ranner-Crew bei Schlusslicht VCO Berlin ran. Mit Blick auf die Play off-Ambitionen sind in diesen beiden Partien sechs Punkte Pflicht.