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Volle Distanz wie im Hinspiel

DSC06036 WWK Volleys im Block, Foto: Andre Bugl

Wie im Hinspiel ging es zwischen den WWK Volleys Herrsching und den Helios Grizzlys Giesen wieder über die volle Distanz. Und wie im Hinspiel hatten die Lederhosen-Träger wieder knapp das Nachsehen. Mit 2:3 (23:25, 26:24, 25:18, 20:25, 14:16) verlor die Mannschaft von Cheftrainer Bob Ranner gegen die Niedersachsen. Ranner sprach nach dem 123-minütigen Krimi von einem "gewonnenen Punkt." 

Im Kampf um die Play offs könnte der am Ende vielleicht noch entscheidend sein. Gegenüber dem 3:0-Auswärtssieg in Berlin veränderte Ranner sein Team auf zwei Positionen. Libero Keisuke Matsuo (für Marius Eckardt) und Diagonalangreifer Niklas Uhl (für Simon Gallas) standen in der Startformation. Vor allem Uhl rechtfertigte seine Aufstellung mit einem starken Spiel. Insgesamt kam der 22-Jährige auf 22 Punkte. Die 700 Zuschauer, die den Anreisewidrigkeiten trotzten, wurde mit einem spannenden Volleyball-Spektakel belohnt. 

"Teilweise haben wir sehr guten Volleyball gespielt", urteilte Ranner. Im ersten Satz aber rannte man allederdings zunächst einem frühen Rückstand hinterher (1:4, 4:7, 7:10). Die Gäste ihrerseits verwalteten diesen Vorsprung mit einer gewissen Ruhe. Mit einem Servicewinner zum 23:24 machte es Bastian Korreck nochmal spannend, doch der folgende Aufschlag segelte ins Aus. 

In den zweiten Durchgang starteten die Ammerseer deutlich konzentrierter. Mit einem knallharten Hinterfeldangriff und zwei Assen sorgte Jannes Wiesner für die ersten Breaks (6:2). Giesen glich bis zur Satzmitte aus (14:14). So ging es in die Crunchtime. Dort waren es Laurenz Welsch und Jannes Wiesner, die für die entscheidenden Punkte zum Satzgewinn (26:24) sorgten. 

Im dritten Umlauf waren die Herrschinger nun so richtig on Firefox. Immer wieder war es Niklas Uhl mit präzisen Angriffen. Aber auch von der Aufschlaglinie konnten die Ammerseer Druck erzeugen. Mit zwei Assen besorgte Gustavo Oscar Bryan Avila die Vorentscheidung (20:16). Bevor es nochmal eng wurde, packte Jannes Wiesner zweimal erfolgreich im Block zu (22:18), den Rest besorgte Niklas Uhl von der Aufschlaglinie (25:18). Doch die Niedersachsen konnten im vierten Satz zurückschlagen (20:25). 

Im Tiebreak wurde es dann dramatisch. Erst konnten die Gäste davonziehen (5:8), Herrsching glich in der Crunchtime durch Aufschlagjoker Moritz Gärtner aus (13:13). Beim 2. Matchball für Giesen war es dann ausgerechnet Niklas Uhl, der den Ball zweimal nicht tot machen konnte. Alles in allem eine vielversprechende Leistung, die Mut machen sollte für die noch ausstehenden fünf Partien. Bereits am Samstag, 18 Uhr, geht's weiter. Dann reisen die Herrschinger zum S-Bahn-Derby beim TSV Haching München.