Von Dirk Schiffner auf Sonntag, 15. März 2026
Kategorie: News: 1. Volleyball Bundesliga

It´s play off, Baby!!!

Dank eines 3:2 (25:19, 25:18, 20:25, 20:25, 15:12)-Auswärtssieges bei der FT 1844 Freiburg haben sich die WWK Volleys Herrsching für die Play offs qualifiziert. Der achte Platz ist den Lederhosenträgern nun nicht mehr zu nehmen.

Im Fernduell geht es am letzten Spieltag für die Herrschinger (42 Punkte) dann mit den Barock Volleys Ludwigsburg (44) und den Netzhoppers Königs Wusterhausen (43) um die Play off-Plätze sechs, sieben und acht.

Cheftrainer Thomas Ranner schickte folgende Formation ins Rennen:

Tobias Hosch (Zuspiel), Niklas Uhl (Diagonalangriff), Bastian Korreck, Gustavo Oscar Bryan Avila (Mittelblock), Keisuke Matsuo (Libero) sowie Jannes Wieser und Denis Kaliberda (Annahme/Außen). Der erfahrene Routinier hatte seine Wadenblessur auskuriert.

Das Spiel war mal wieder eines dieser Herrschinger Spiele der Saison 2025/2026. Zwei Sätze lang sah es nach einem fast schon entspannten Abend für die Lederhosen-Crew aus, doch dann drehte die Freiburger Affenbande auf. Doch im Tiebreak jubelten dann doch die Gäste.

„Uns war klar, dass es extrem schwer werden würde", sagte ein sichtlich erleichterter Cheftrainer Thomas Ranner. „Das war ein energieraubendes Spiel."

Die WWK Volleys Herrsching zeigten sich von der grandiosen Atmosphäre in der Freiburger Halle zunächst unbeeindruckt. Die Ammerseer konnten sich schnell eine frühe Führung (5:2, 12:8) erspielen, diese bis zum Satzende locker verwalten (25:19). Auch im zweiten Durchgang waren die Gäste Herr im fremden Haus. Eine Aufschlagserie von Denis Kaliberda brachte die ersten Breaks für Herrsching (12:6). Von den Gastgebern kam in dieser Phase des Spiels deutlich zu wenig. Herrsching reichte ein solides Angriffsspiel und eine stabile Annahme. Ein krachender Schmetterball von Bastian Korreck bescherte schließlich den Satzgewinn (25:18).

In allen Elementen waren die Herrschinger den Freiburgern deutlich überlegen.

Doch nach der zehnminütigen Pause war es dann zunächst vorbei mit der Herrschinger Herrlichkeit. Ranner war mit den Sätzen drei und vier dennoch nicht unzufrieden. „Wir haben keine schlechten Sätze gespielt." Jedoch schafften es die Freiburger, ihre Fehlerquote zu minimieren. Mit den lautstarken Fans und einer schnellen Führung im Rücken spielte sich die Freiburger Affenbande in einen wahren Rausch. Mit 20:25 und 20:25 gingen die Sätze an die Breisgauer. „Wir haben uns emotional runterziehen lassen", haderte Tobias Hosch. Aber: „Wir haben die Kurve wieder bekommen. Im Tiebreak sind wir aggressiv geblieben." Der Herrschinger Zuspieler hatte mit seinen beiden Servicewinnern zu Beginn des Entscheidungssatzes großen Anteil. Herrsching sah bereits wie der sichere Sieger aus (11:7), doch die Freiburger kamen erneut heran (12:12). Die Halle ging nun richtig steil. Doch Herrschings Diagonalangreifer Niklas Uhl, mit 19 Punkten erfolgreichster Angreifer des Abends, blieb eiskalt und besorgte zwei Matchbälle. Ein technischer Fehler von Freiburgs Libero Timothy McIntosh besiegelte schließlich nach 122 Minuten den 14 Herrschinger Saisonerfolg.

Ranner: „Wir hatten heute Höhen und Tiefen im Spiel. Aber die Mannschaft hat an geglaubt."

Am kommenden Samstag endet mit dem Heimspiel gegen die Berlin Recycling Volleys die Hauptrunde. „Wir können gegen ein Topteam testen, bevor es eine Woche später dann ernst wird", sagte Ranner zum bevorstehenden Abschlussspiel in der Herrschinger Nikolaushalle.