GCDW mit Plan - aber ohne Punkte

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Zum Saisonauftakt reist der GeilsteClubderWelt zum Meister nach Berlin. Am Mittwoch spielen die Herrschinger drei Sätze lang sehr gut mit - stehen am Ende aber mit leeren Händen da. Das 1:3 (25:27, 25:27, 25:23, 25:14) macht aber definitiv Lust auf mehr.

Vor der grandiosen Kulisse in der Max-Schmeling-Halle, die mit 4.052 Zuschauer sehr gut gefüllt ist, findet der GCDW von Beginn an gut ins Match. Der erste Punkt geht an die Truppe von Max Hauser, der Block packt zu. Das 2:0 besorgt Tom Strohbach mittels Aufschlag, der als Netzroller daherkommt. "Wir hatten einen klaren Plan", so Coach Max Hauser. "Die Jungs haben genau das umgesetzt, was wir wollten und trainiert haben." Mit starkem Grundelement Aufschlag-Annahme lag der GeilsteClubderWelt lange, lange in Führung. 8:4, 16:10 und 21:17 hieß es, der Satzgewinn war zum Greifen nah. "Eigentlich müssen wir den Satz heimschauckeln. Wir haben uns dann leider eine kleine Schwächephase geleistet", so Hauser. Hinzukam ein Netzpfiff, der aus der Sicht der Herrschinger keiner war, und der Durchgang ging trotz Satzball GCDW mit 25:27 verloren.

Fast das identische Bild in Satz zwei: Offensiv getragen durch etliche Punkte von Neuzugang Christoph Marks (im Bild Mitte, links daneben Mittelblocker Andre Brown) stellte der GCDW nach einem Angriff von Tom Strohbach auf 20:17 - und wieder reichte es nicht. Nach einem langen Ballwechsel bringt ein Monster-Block erneut Satzbälle (24:23 und später 25:24). Und wieder wird Netz gepfiffen, der GCDW liegt 25:26 hinten und Strohbach zieht beim eins-gegen-eins den Kürzeren. Auch Satz ist zwei ist futsch, wieder mit 25:27.

"Dennoch haben wir weiter gemacht und irgendwann hat es dann auch geklappt", so der Übungsleiter vom Ammersee. Eine starke Aufschlagserie von Regisseur Michal Sládeçek zu Anfang des Satzes bringt die Führung, die bis in die entscheidende Phase Bestand hat. Allerdings können es die Jungs vom TSV Herrsching an diesem Abend nicht ohne Spannung: Ein Berliner Block gegen einen Not-Angriff bedeutet das 23:23, wieder beginnt das Zittern. Doch diesmal ist der GCDW ganz weit weg vom Netz, stattdessen punkten die Herrschinger zweimal aus dem Rückraum. Als Slawomir Zemlik nach vorangegangener Glanztat von Libero Ferdi Tille (GCDW-MVP) zum 25:23 einschmettert, lässt er einen erlösenden Schrei los, der fast bis an den Ammersee gedrungen sein könnte.

Allerdings war damit der Akku bei den Gästen leer. Und beim Meister war zu spüren, dass sie nun eine Schippe drauflegten, um drei Punkte am Prenzlauer Berg zu behalten. Aufmerksam, variabel und kämpferisch wirkten die Recycling Volleys nun, der GeilsteClubderWelt dagegen brachte nur noch wenige glasklare Angriffe zustande. "Wir haben den Faden verloren - an allen Ecken und Enden", gab Hauser hinterher zu. Nach dem schnellen 14:25 war die Nierderlage besiegelt. Trotzdem war GCDW-Trainer Max Hauser nach 113 intensiven Minuten zufrieden, hatte er doch nicht zu viel versprochen: "Wir wollten hier punkten. Und man hat gesehen, dass es möglich gewesen wäre. Natürlich wären wir gerne in den Tiebreak gekommen. Aber die Richtung stimmt in jedem Fall." Der viel besprochene Neustart mit neu formiertem Kader ist also geglückt, die Punkte muss sich der GCDW aber gegen andere Mannschaften holen.

 

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