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Große Bühne - Grandioses Match

UP_8L8A0258_b_web Ausgelassener Jubel nach einem tollen Derby: Der GCDW feiert mit seinen Fans das 3:2 über die Alpenvolleys.

Besser geht´s nicht: Die WWK Volleys Herrsching besiegen die Alpenvolleys in einem Krimi mit 3:2 (28:26, 20:25, 25:16, 28:30, 15:13) - das zweite Spiel der Viertelfinal-Serie über 132 Minuten ist Werbung für den Volleyballsport. 1.000 Zuschauer erleben in Unterhaching, was der GeilsteClubderWelt leisten kann.

Das Team von Max Hauser hat auf großer Bühne ein Comeback geschafft, das ihm wohl nur wenige zugetraut hatten. Auch die Verantwortlichen von Sport 1, die das Match live im TV übertrugen, schienen nicht mit dieser epischen Breite gerechnet zu haben. Nach Satz vier ging es weiter zum Darts - zum Glück für alle Volleyball-Begeisterte gab es auch noch den Stream. Um die bayerisch-tirolerische Kombination erstmals in dieser Saison in Bedrängnis zu bringen musste GCDW-Coach Max Hauser ein Puzzle zusammenfügen - es gelang in grandioser Art und Weise.

Dosenöffner für die WWK Volleys war Satz eins. Anders als im ersten Spiel gelang diesmal mit 28:26 der Satzgewinn. Großen Anteil daran hatte Zuspieler Johannes Tille, der beherzt aufschlug und auch den wichtigen Elfmeter zum 27:26 verwandelte. In Satz zwei geraten die Herrschinger schnell mit 0:5 in Rückstand, können zwar den Satzverlust nicht verhindern, aber zumindest einige Akzente setzen. Nach der Pause spielt sich der GeilsteClubderWelt in einen Rausch: 11:6 heißt es für die Jungs in Lederhosen, die nun wieder vor ihrer lautstarken Fankurve agieren. Das beflügelt Lukas Bauer & Co., es gelingt nun immer häufiger, die Alpenvolleys zum Nachdenken zu bringen. Block- und Abwehraktionen klappen, so können auch lange Ballwechsel wie der zum 16:11 positiv gestaltet werden. Die Annahmequote ist über das gesamte Spiel gesehen mit 69 Prozent ohnehin sehr bemerkenswert.

Das deutliche 25:16 beflügelt zusätzlich, auch der Anhang geht beherzt mit, nicht nur stimmlich: der König vom Ammersee wechselt mit seinem Gefolge wie die Mannschaft zur anderen Seite der Halle. Es entwickelt sich ein packendes Derby, das Publikum bekommt grandiose Ballwechsel zu sehen. Nun ist richtig Feuer drin: Lukas Bauer bekommt die rote Karte gezeigt, doch der GCDW lässt sich nicht beirren. Beim Stand von 23:24 hat der GCDW Satzball gegen sich, der folgende Block der Hachinger wird gut gegeben. Also 23:25? Nein, nachdem der zweite Schiedsrichter interveniert, geht der Punkt an Herrsching - Netzberührung. Die WWK Volleys setzen einen Block hinterher - Matchball! Doch der Favorit kontert, der GCDW bringt drei Matchbälle nicht durch und muss schließlich den Umlauf doch noch abgeben, nachdem Tim Peter das Feld verfehlt.

Herrschings Nummer vier wird zum Pechvogel: Im Tiebreak bleibt Peter, bis dahin mit 18 Punkten sehr erfolgreich, beim Stand von 2:2 liegen. Das rechte Sprunggelenk ist betroffen, Erinnerungen werden wach an Spiel eins, als mit Nick West ein wichtiger Spieler raus musste. Es kommt Bryan Fraser zurück aufs Feld. Der Wechsel scheint dem GCDW nichts auszumachen - im Gegenteil: Bis auf 10:6 und 11:7 geht es voran, Haching kontert, nach einem Service-Winner von Johannes Tille und einem Block gibt es ab dem 14:11 weitere Matchbälle. Die WWK Volleys bringen schließlich ein viel umjubeltes 15:13 ins Ziel, das letztlich verdient ist. Wie groß die Freude und Genugtuung ist, stand Coach Max Hauser beim Interview mit Sport 1 ins Gesicht geschrieben: "Ich habe immer daran geglaubt und hatte während der gesamten Partie das Gefühl, dass wir gewinnen werden." Am Samstag heißt es nun um 18 Uhr: Spiel drei in Innsbruck. Damit gehen drei Viertelfinals in das Entscheidungsspiel. Spannung pur in der VBL.

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